Ladehemmungen

Posted in videospiele on September 30, 2008 by ranor

Da schlägt man sich stundenlang mit dem Versuch herum, den Vorgänger jenes Spiels, welches nie erscheinen wird, vom Xbox Marktplatz herunterzuladen, nur um festzustellen, dass all die Hinweise und Tutorials bei einem selbst doch nicht funktionieren.

 

Nerv.

Im Osten geht die Sonne auf. Nicht.

Posted in rant, videospiele on September 26, 2008 by ranor

Japanische Rollenspiele sind the evil. Das schlimmste vorstellbare Genre, abgesehen von Fußballsimulationen. Und bis vor einiger Zeit gab es auch nur ein einziges JRPG (hach, ich liebe diese Abkürzungen) was ich gerne gespielt und dazu auch noch durchgespielt habe: Mystic Quest für den alten Gameboy. Wahrscheinlich lag es daran, dass es A) mein erstes JRPG war und B)… ich war jung und unerfahren. Und ja, ich weiß das Mystic Quest kein klassisches JRPG ist, da keine Runde und so, aber das ist mir egal – mein Eintrag, meine Regeln. Ansonsten konnte ich mit diesem Genre nie wirklich etwas anfangen. Die Story war meistens für den Allerwertesten, die Charaktere unerträglich und außerdem bestanden die meisten Spiele zur Gänze aus bockschweren Zufallskämpfen die nur durch belanglose Gespräche in noch belangloseren und generischen Dörfern unterbrochen wurden. Kam man dann irgendwann beim Boss des Dungeons an, musste man feststellen, dass jener nur durch stundenlanges Leveln zu bezwingen war und nicht etwas durch eine bestimmte Taktik. Spieldesign from hell. Kein Wunder, dass ich jahrelang den westlichen PC-Rollenspielen die Treue gehalten habe. Und auch, trotz das sich das mittlerweile geändert hat (oh, jetzt habe die völlig unvorhersehbare Wendung des Textes schon vorweggenommen…), bin ich immer noch felsenfest davon überzeugt, dass Japaner einfach nicht in der Lage sind, ein sehr gut ausbalanciertes Rollenspiel wie Icewind Dale auf die Beine zu stellen. Versteht mich nicht falsch, ich möchte damit nicht sagen das JRPGs nicht balanciert sind, sie… okay, sie sind es nicht. Stundenlanges Grinden ist in Final Fantasy genauso sinnlos wie Word Of Warcraft – weder bringt es die Geschichte voran noch ist es eine Herausforderung. Es ist einfach nur stupide und dehnt die Spielzeit aus, so dass man dann behaupten kann, das eigene Spiel hat mehrere hundert Stunden Spielspaß zu bieten.
Und dann habe ich mir aus irgendeinem Grund im Februar dieses Jahres plötzlich Lost Odyssey aus der Videothek ausgeliehen. Wenn ich es mir recht überlege, war glaube ich Eurogamer daran schuld. Dieses Review hatte mich mit Aussagen wie:
„- but it also contains moments of unparalleled magnificence. Many of those moments are contained within the Shigematsu short stories. These dreams add so much more depth and emotional resonance to the main storyline even if, like me, you’re so stone-hearted that you fail to cry while reading any of them.”
auf den Titel neugierig gemacht. So RICHTIG erklären kann ich mir das zwar bis heute immer noch nicht, aber im Endeffekt spielt es auch keine so große Rolle. Auf jeden Fall habe ich LO dann gespielt und nach ein paar Stunden war ich tatsächlich davon angetan. Ich mochte den Stil des Spiels, die Charaktere (allen voran Hauptcharakter Kaim) und nicht einmal die Zufallskämpfe haben mich wirklich gestört. Und nach der ersten der Kurzgeschichten war es dann ganz um mich geschehen: Diese literarisch durchaus bemerkenswerten Storys sind so wunderbar präsentiert, mit sanften Animationen und fantastischer Musik – großartig. LO wurde vor allem dafür kritisiert, dass es eigentlich ein ganz traditionelles JRPG ist – Zufallskämpfe, keine Einflussmöglichkeiten, Gameplay und Handlung sind total voneinander getrennt. Alles richtig, trotzdem hat es mir Spaß gemacht, sogar mehr als das ursprünglich von mir so herbeigesehnte Mass Effect. Und das lag zum großen Teil an der wirklich erstklassigen Erzählweise und den sehr lebendigen Charakteren, auch wenn sie auf den ersten Blick aus dem Klonlabor für japanische Rollenspielcharaktere zu kommen scheinen.
Allerdings scheint LO ein, zumindest für mich, Einzelphänomen zu sein. Ich habe mich letztens an Eternal Sonata gewagt und nach kurzer Zeit wieder mit Grausen abgewendet – superduperknuddelsüße Charaktere mit Klamotten direkt aus der Hölle des schlechten Geschmacks und ein nicht enden wollendes Intro. Auch kommt das Spiel nicht in Fahrt, es passiert zu lange einfach überhaupt nichts interessantes. Schnarch…
Mal schauen, ich werde in Zukunft sicherlich den einen oder anderen Titel einmal ausprobieren, aber ich denke, dass JRPGs und ich nie so richtige Freunde werden.

Spore, anyone?

Posted in Nicht kategorisiert on Juni 22, 2008 by ranor

Christian hat mich mit seinem Beitrag über Spore dazu gebracht, mal nachzufragen: Interessiert sich wirklich irgendjemand für Spore? Und, noch wichtiger, glaubt irgendwer ernsthaft, dass Spore ein genauso großer Hit wird wie „Die Sims“? Ernsthaft? Ich wage das zu bezweifeln und würde auch meinen Ninja Gaiden-Skill drauf verwetten, dass Spore eher kein Hit wird. Warum? Die Thematik und das Design sind einfach zu nerdig. Der Erfolg der Sims ist doch nicht nur dem eigentlichen Spieldesign geschuldet, sondern vor allem dem Thema: Es ist eine Alltags“simulation“, in der Menschen und nicht irgendwelche Kreaturen die Hauptrolle spielen. DAS spricht die GelegensheitspielerInnen an. Spore geht da völlig am Markt vorbei: Für die Kernspieler setzt sich das Spiel zu sehr zwischen alle Stühle (Aufbausimulation, Lebenssimulation, Echtzeitstrategie, Baukasten,…) und wird auf keinem Gebiet wirklich überzeigen können, und alle anderen werden bei dem bunten Kreaturenklimbim wohl die Nase rümpfen. Das Ding ist völlig überschätzt und wird seinem Hype weder spielerisch noch kommerziell in irgendeiner Weise gerecht werden.

Mein Wort drauf.

Atari dreht am Rad

Posted in Nicht kategorisiert on Juni 20, 2008 by ranor

Was ist denn da los? Manchmal komme ich bei dem Verhalten von Publishern wirklich nicht mehr hinterher. Und obwohl ich persönlich keine großer Freund von 4players und ihrer Tendenz zur Selbstdarstellung bin, ist es in diesem Fall durchaus gerechtfertigt die ganze Sache öffentlich zu machen.

Back In Black

Posted in Ninja Gaiden, videospiele on Juni 19, 2008 by ranor

Ich lebe noch! Und neben einer kleinen Umgestaltung gibt es auch was neues zu lesen.

Reviews von Spielen sind ja etwas feines. Man kann sich hemmungslos über die Meinung des Testers aufregen oder, in den selteneren Fällen, auch dem einen oder anderen Punkt zustimmen. Schließlich hat man ja schon eine Meinung zu dem Spiel, bevor man den Test gelesen hat und möchte diese nur noch bestätigt sehen. Das kennen wir sicherlich alle. Besonders interessant wird es immer dann, wenn man auch noch eine wirklicher Fan des jeweiligen Spiels oder am besten gleich der ganzen Reihe ist. Dann werden so ziemlich alle Kritikpunkte umgedeutet und als positiv ausgelegt, getreu dem Motto: „Die Entwickler wollten das genaus so haben.“

Und, wie man es sich vielleicht schon denken kann, bin ich momentan auch einer dieser fanboys. Denn Ninja Gaiden II ist vor kurzem erschienen. Der erste Teil ist für mich eines der besten Spiele der letzten Konsolengeneration, welches schon alleine durch sein Kampfsystem einen Platz im Spieleolymp verdient hat. Wer sich einmal wirklich damit beschäftigt hat, will nie wieder ein Devil May Cry oder gar ein God Of War spielen. Ninja Gaiden ist schnell, hart, komplex und gnadenlos. Es zwingt einen, sich mit dem Spiel wirklich und ausführlich auseinanderzusetzen. Es vergibt keinen Fehler. Buttonmashing – tot. Deckung fallen lassen – tot.  Einen Augenblick unkonzentriert – tot. Und es ist dabei niemals unfair. Ist es zu hart, bist du zu schlecht. Wie stand damals so schön in der amerikanischen play: „The game pushes you and pushes you and then pushes you some more, forcing you to become the gamer you once were.“ Auf den Punkt gebracht. Nicht das ich der Meinung bin, dass alle Spiele so sein sollten, dies wäre dann wohl etwas zu viel des Schweren. Aber in einer Zeit, in der Anspruch immer mehr dem „casual gaming“ geopfert wird (jammer, jammer), ist es schön, auf ein Spiel zu stoßen, welches den Spieler wirklich fordert und ihm alles abverlangt.

Und deshalb war ich auch so auf Teil 2 gespannt. NG 2 ist wie sein Vorgänger, nur etwas anders. Man hat diesmal eine sich teilweise wiederaufladende Energieleiste eingeführt. Diese macht das Spiel aber nicht unbedingt leichter, da man es mit deutlich mehr Gegnern zu tun hat. Kämpfe gegen zehn Feinde gleichzeitig sind keine Seltenheit. Ansonsten hat man noch den leichten Action-adventure Einschlag entfernt, soll heißen, NG 2 ist komplett linear. Ein Kampf nach dem anderen, was allerdings bei dem großartigen Kampfsystem nicht unbedingt ein Nachteil ist. Die ganzen Kritikpunkte der Fachpresse sind mir, um mal auf meinen Einstieg zurückzukommen, völlig egal: Die Kameraführung ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber mir fällt für ein Spiel mit der Geschwindig eines NG einfach keine bessere Lösung ein. Von „grauenhaft“ und „katastrophal“ würde ich in dem Zusammenhang auf keinen Fall sprechen. Besonders gerne wird NG 2 aber vorgeworfen es sei, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, unfair. Um mal den Test auf Eurogamer zu zitieren: „The game isn’t challenging you to improve your skills or work out a cunning solution. It’s just kicking your arse until you get lucky.“

Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn. Mit Glück hat NG 2 nichts zu tun. Es ist genauso fair wie Teil 1, es erfordert nur eine etwas andere Spielweise. In NG hat man versucht jeden Kampf so perfekt wie möglich zu beenden, da Lebensenergie ein knappes Gut war. In NG 2 verliert man in vielen Situationen sehr viel eher Lebensenergie (aber nicht zwingend!), was meistens der Masse an Gegnern geschuldet ist. Dank des neuen Lebensenergiesystems ist das aber nicht weiter tragisch. Der Fokus der Kämpfe hat sich einfach verlagert. Wenn ich ehrlich bin, finde ich NG 2 sogar etwas leichter als Teil 1, zumindest in den Bosskämpfen. Die Kämpfe gegen die „normalen“ Gegner hingegen sind deutlich schwerer geworden.

Als Fazit lässt sich festhalten: NG 2 ist ein grandioses Spiel, aber sicherlich Geschmackssache. Wer den ersten Teil geliebt hat, der wird auch diesen hier lieben und wer God Of War bisher für den Olymp dieses Genres gehalten hat, sollte NG 2 einmal spielen und danach seine Meinung überdenken. Mir hat es auch viel mehr Spaß gemacht als das in meinen Augen völlig überwertete GTA 4, was sicherlich auch daran liegt, dass NG 2 einen immens hohen Wiederspielwert hat. Für mich jetzt schon mein Spiel des Jahres. Punkt.

Weggeblasen

Posted in hype, videospiele on Januar 22, 2008 by ranor

Wer hätte das jemals gedacht:

Xbox 360 Top Live Titles

1 Call of Duty 4
2 Halo 3

Kann ich umtauschen?

Posted in videospiele on Januar 19, 2008 by ranor

Yeah! Micrsoft schenkt mir Undertow! Das habe ich mir schon immer gewünscht. Denn es ist „one of the highest-rated and best looking games available on Arcade.“ Man kann da so schön mit Tauchern rumtauchen und andere Taucher abschiessen. Das rockt!

Okay, das war jetzt alles (bis auf die Fakten) gelogen. Denn eigentlich will ich was anderes, dafür das ich über die Feiertage, in denen ich eh nichts gezockt habe, Probleme beim Zocken gehabt hätte. Oder so. (Zugegeben, die Probleme bei Xbox-Live waren ja anscheinend wirklich nicht nett, immerhin bezahlt man Geld für und deshalb kann ich den Ärger der Leute schon verstehen.)

Aber warum ausgerechnet dieses Spiel? Hätte man nicht vielleicht drei zur Auswahl stellen können? Ich weiß, ich weiß, Gejammer auf hohem Niveau, denn immerhin geht es um ein Geschenk. Aber das Geschenk ist doof. Und einem geschenkten Spiel schaut man bekanntlich nicht ins Maul.