Empfehlung der Woche

Posted in TV on Januar 17, 2008 by ranor

Hiermit eröffne ich eine vollkommen unregelmäßige neue Rubrik auf abgespielt, die „Empfehlung der Woche“. Und da ich im Moment aus Zeitgründen nicht wirklich zum Spielen komme, empfehle ich doch direkt mal (und passend zum Konzept des Blogs *hüstel*) eine Fernsehserie, die da heißt:

BOSTON LEGAL

Aus purer Neugier hatte ich mir vor einer Weile mal eine Folge Boston Legal bei Vox angeschaut – neugierig war ich wegen William „Ich versteigere meinen Nierenstein“ Shatner (Darauf wird in einer Folge übrigens Bezug genommen). Und, nun ja, mittlerweile besitze ich die ersten drei Staffeln auf DVD und arbeite mich… nein, arbeiten kann man da nicht sagen…, ich… lustwandle geradezu durch Staffel 3.

Diese Serie ist meiner bescheidenen Meinung nach das Beste, was momentan im Fernsehen läuft: Witzig, ernst, aktuell, politisch, zynisch, anklagend und abgedreht. Großartig gespielt, vor allem James Spader und William Shatner sind über alle Zweifel erhaben. Gerade bei Shatner stellt sich zwangsläufig die Frage: Who the f*** is Cpt. Kirk? Der Mann läuft im Herbst seines Lebens noch einmal zu absoluter Höchstform auf. Beeindruckend.

Sollte sich jeman die Frage stellen, um was es bei BL überhaupt geht: Hier gibt es eine hübsche Zusammenfassung. Für die Nicht-Klicker in ganz kurz: Es geht um hochbezahlte Anwälte in Boston. Und (wichtig!) es nicht Ally McBeal, auch wenn es vom gleichen Macher kommt.

Wer also mal wieder eine Fernsehserie sehen möchte, welche ohne dieses ganze Mysterie-Superkraft-Inselwahn-aufgeblasenes Brimborium auskommt und die etwas zu sagen hat, ohne jemals mit der Moralkeule hinter der Tür zu lauern, dem sei Boston Legal wärmstens ans Herz gelegt.

Denny Crane.

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Jahresrückblick 2007

Posted in videospiele on Januar 8, 2008 by ranor

Ich bin spät dran, ich weiß, aber trotzdem:

Ich mag Jahresrückblicke. Besonders im Videospielsektor lese ich immer wieder gerne, welche Titel des vergangenen Jahres bei bestimmten Personen gut ankamen und welche nicht. Und da ich solcherlei gerne lese, kann ich ja auch gleich mal meinen persönlichen Rückblick zum Besten geben.

Vorweg: Ich habe letztes Jahr viel gespielt, allerdings primär auf der 360. Deshalb werden alle jetzt erwähnten Spiele (natürlich nur bei Multiplattformtiteln) sich jeweils auf die 360-Version beziehen. Ich versuche die Sache auch halbwegs chronologisch zu ordnen, versprechen kann ich aber nichts.

Lost Planet

Bombastische Grafik, ein wunderschöner Soundtrack und Mechs. Das ist im Nachhinein alles positive, was mir zu Lost Planet einfällt. Die Spielmechanik hat nicht viel getaugt (getroffen, umfall, aufrappel, getroffen, umfall, aufrappel, getroffen…), die Levels zu kurz, die Story selten dämlich und die Cutscenes zum Einschlafen langweilig. Laut Capcom sollte Lost Planet ja ein „eher westliches“ Actionspiel werden. Dummerweise ist es ein ziemlich mäßiges geworden.

Star Trek Legacy

Darauf hatte ich mich richtig gefreut. Ein Star Trek-Spiel in der Tradition von Bridge Commander, verteilt auf alle Epochen der Timeline. Es war dann auch gar nicht so schlecht, aber halt auch nicht richtig gut. Zu schwer, miserabel erzählt (Textkästen for the win) und vor allem: fummelig. Da Ding hat auf einem Pad einfach nicht gut funktioniert. Aber hey, immerhin ist es Star Trek und es ist ja nicht so, dass wir mit neuen Star Trek-Spielen geradezu erschlagen werden.

Bullet Witch

Geiler Titel, hundsmiserables Spiel. Next one, please.

Command & Conquer 3

Command & Conquer halt. Gespielt hat es sich wie Generals, nur mit Tiberium. Eigentlich habe ich mir das Ding auch nur wegen der Videosequenzen angetan (Michael Ironside!), aber zugegeben, die Grafik ist hübsch und es kommt schon ordentliches C&C-Feeling auf. Und die Steuerung hat auch ziemlich gut funktioniert, wobei EA den Schwierigkeitsgrad der Konsolenfassung doch hätte etwas nach unten regeln könne, da ich mit dem Pad einfach nicht so schnell bin wie mit einer Maus.

Command & Conquer bleibt halt Command & Conquer: Unterhaltsam, aber wenn ich richtige Echtzeitstrategie haben will, dann spiel ich was von Blizzard.

Spiderman 3

Das Schwingen durch New York hat Spaß gemacht, der Rest nicht. Immerhin war es nicht ganz so scheiße wie der Film.

Dirt

Auf Dirt war ich richtig heiß, wurde aber ziemlich enttäuscht, da ich mit dem Fahrverhalten einfach nicht klargekommen bin. Das Spiel wußte nicht, ob es jetzt eine Simulation oder ein Arcadetitel sein will. Da hat selbst die schöne, wenn auch „überfilterte“ Grafik nicht viel geholfen.

Ach ja: Der „Kommentator“ in den Menues gehört standrechtlich erschossen.

Transformers

Da kauft man sich mal blind ein Lizenzspiel und es ist (natürlich) schlecht. Typischer Lizenzmüll. Spaß gemacht hats mir trotzdem, denn es hatte einen nicht zu unterschätzenden Pluspunkt: TRANSFORMER!

Crackdown

Gekauft wegen der Halo 3-Beta. Und positiv überrascht wurden: Das Ding macht mächtig Laune – das Konzept „Die Stadt als Spielplatz“ hat hier das erste Mal wirklich funktioniert. Außerdem wollte es nicht GTA sein (*hust* Saints Row *hust*).

Forza Motorsports 2

Schöne Simulation, die aber massiv unter zwei Dingen leidet: Zu wenige Strecken und kein Rennflair. Liebe Entwickler, baut doch beim nächsten Teil mal komplette Rennwochenenden ein, so richtig mit Training, Qualifying und allem was dazu gehört. Ansonsten gilt aber: Wer auf Konsole richtig Autofahren will, kommt an Forza nicht vorbei, denn rein fahrerisch kann da kein Gran Tourismo mithalten.

F.E.A.R.

L.A.N.G.W.E.I.L.I.G. und unglaublich schlecht zu steuern. Außerdem hatte ich das Gefühl mein Fernseher wäre kaputt und könnte nur noch Grautöne darstellen.

Marvel Ultimate Alliance

Ein sehr unterhaltsames Action-RPG, dass massiv vom Marvel-Bonus profitiert hat. Außerdem lohnt es sich schon für die genialen Credits, den Titel durchzuspielen.

Stranglehold

Gehofft hatte ich auf ein neues Max Payne. Bekommen habe ich kein neues Max Payne. Das Zerstören der Umgebung war ja ganz nett, ansonsten hat das Ding aber nicht sonderlich viel richtig gemacht. Vor allem das Missionsdesign („Zerstöre sieben Drogenlabore!“, „Zerstöre jetzt 12 Drogenlabore!“, „Und jetzt zerstöre zur Abwechslung doch mal 15 Drogenlabore!“) war, sagen wir mal, einfallslos.

Sega Rally

Ich habe Sega Rally auf dem Saturn geliebt und war deshalb sehr gespannt auf das Remake. Und Sega hat den Charme und das Fahrgefühl des Vorgängers wirklich perfekt eingefangen. Dummerweise ist der Schwierigkeitsgrad dermaßen hoch, dass ich ziemlich schnell die Lust am weiterspielen verloren habe. Schade.

Bioshock

Spiel des Jahres. Punkt.

Conan

Man kann Leute aufspießen und ihnen den Kopf und die Arme abhacken. Reicht mir.

Tomb Raider Anniversary

Dazu habe ich hier schon was geschrieben.

Halo 3

Ein großartiger Abschluss einer großartigen Trilogie. Im Nachhinein vielleicht nicht ganz so großartig wie erhofft, aber trotzdem einer der besten Shooter da draußen.

Project Gotham Racing 4

Das hat mich sehr positiv überrascht, da ich mit den Vorgängern nichts anfangen konnte. Aber das Ding macht einfach Spaß und sieht dazu noch fantastisch aus. Defintiv das beste Rennspiel, was ich seit langer Zeit gespielt habe.

Mass Effect

Tolle Geschichte, ein fantastisches „Hardcore“-SciFi-Universum, schön erzählt, viele „Wow!“-Momente und (leider) sehr dröge Nebenquests. Trotzdem ein wiedereinmal sehr gutes Rollenspiel von Bioware.

Half Life 2 – Orange Box

Portal ist zwar nicht das „Gottspiel“, als das es von einigen gesehen wird, aber es ist verdammt lustig. Das lohnt sich wirklich schon allein für den Humor. Half Life 2 dagegen ist verdammt öde. Keine Ahnung, was alle daran so toll finden…

So, das wars. Xbox Live Arcade-Titel habe ich nicht mit aufgenommen, es waren so schon genug Spiele. Obwohl… Puzzel Quest war und ist der Hammer!

Ruckel Slug im neuen Jahr

Posted in rant, videospiele on Januar 2, 2008 by ranor

Warum zur Hölle ruckelt die Xbox Live Arcade-Fassung von Metal Slug 3? Das gleiche Spiel gab es schon auf der alten Xbox in flüssig. Vom Neo Geo ganz zu schweigen. Ich bin ja ein Fan des Arcadeservice, aber mit einer solchen miserablen Version, die auch noch unverschämte 800(!) Punkte kostet, hat sich Microsoft wirklich keinen Gefallen getan.

Call Of Duty 4

Posted in videospiele on Dezember 9, 2007 by ranor

Da setzt man sich mal ein paar Stunden vor die Konsole um das neue (und hochgelobte) CoD 4 zu spielen und schon ist man durch… Wie kurz war das denn!? Ich habe nicht die ganze Zeit auf die Uhr geschaut, aber mehr als fünf oder sechs Stunden werden es wohl nicht gewesen sein. Die waren aber sehr intensiv und an einigen Stellen (Ich sage nur Exekution und Atombombe) auch sehr beklemmend.

Trotzdem bin ich froh, den Titel nur aus der Videothek ausgeliehen zu haben, ich meine, 60 Euro für wären dann doch etwas viel für so wenig Umfang – und ja, ich weiß, das Ding hat einer sehr umfangreichen und guten Multiplayermodus. Der interessiert mich aber nur am Rande.

Wie niedlich…

Posted in blödsinn, videospiele on November 15, 2007 by ranor

Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU und SPD haben die Regierung aufgefordert, einen Preis für „qualitativ hochwertige sowie kulturell und pädagogisch wertvolle“ Computerspiele aus Deutschland auszuloben.

Den Rest gibts hier.

Ich bin ja mal gespannt, welche „qualitativ hochwertigen“ Titel dann gefördert werden…

Diese Frau wird nicht älter

Posted in videospiele on November 7, 2007 by ranor

Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen: Ich legte im einzigen Laden meiner Heimatstadt der Computerspiele anbot, 89 Mark auf den Tisch und erhielt als Gegenleistung Tomb Raider. 1996 war das, vor elf Jahren. Und kaum ein Spiel hat sich so in mein Gedächtnis gebrannt, vor allem der Anfang – ein (für damalige Verhältnisse) wunderschön gerendertes Intro, das erste Zusammentreffen mit den Wölfen und der Wasserfall. Dieser Wasserfall. Ein Wasserfall in einer Höhle der in einen kleinen See mündet. Und das Ding war nicht einfach nur Hintergrund, nein, man konnte im Wasser baden, an der Seite hochklettern und dann den Wasserfall hinunterspringen! Ich weiß nicht, wie oft ich das gemacht habe, aber einige Stunden sind dafür sicherlich draufgegangen.

Vielleicht kann man das heute nicht mehr so richtig nachvollziehen, aber Tomb Raider war damals wirklich spektakulär. Noch nie hatte ich ein Spiel gesehen, welches eine dermaßen realistische Umgebung hatte. Level, die sich einfach echt anfühlten. Und natürlich Lara Croft (Zu der ich aber nicht wirklich etwas schreiben will, da andere in den letzten elf Jahre schon alles zu ihr gesagt (und gezeigt) haben). Und zugegebenermaßen hatte ich noch nie in einem Spiel solche Orientierungsschwierigkeiten. Was in der Nachbetrachtung wahrscheinlich an der damals noch sehr ungewohnten, wirklichen 3D-Umgebung lag. Irgendwie habe ich mich dann aber durchgebissen und Tomb Raider zufrieden mit dem Vermerk: „Gelöst und überlebt“ in den Schrank gestellt.

Keiner der Nachfolger konnte mich je wieder so begeistern, schon gar nicht der von allen so geliebte zweite Teil: Zu viel Action und vor allem zu wenig Tomb, sicherlich das Hauptproblem aller Fortsetzungen. Irgendwie haben die Entwickler den Fokus im Laufe der Jahre immer mehr verloren und auch das an sich sehr gute Legend hatte dieses Problem – und einen viel zu niedrigen Schwierigkeitsgrad.

Warum ich das alles schreibe? Nun, seit einigen Tagen sitze ich an Tomb Raider Anniversary, dem meiner Meinung nach ersten wirklich gelungenen Remake eines Videospiels. Denn Anniversary ist nahe genug am Original und auch weit genug davon entfernt. Design und Atmosphäre sind ganz nah dran am ersten Teil, in Sachen Grafik und Steuerung ist auf der Höhe der Zeit. Kurzum: Absolut empfehlenswert.

Auf die nächsten elf Jahre!

UPDATE:

Gestern durchgespielt. Die freischaltbaren Audiokommentare sind klasse und sollten bei viel mehr Spielen zur Anwendung kommen.
Einen Kritikpunkt habe ich aber doch, und den kann man nichtmal Anniversary zum Vorwurf machen sondern seiner Quelle: Das letzte Kapitel (Lost Island) ist immer noch Mist.

Es flaut ab

Posted in videospiele on Oktober 28, 2007 by ranor

Tech.co.uk berichtet in einem interessanten Artikel (bezugnehmend auf die Wirtschaftszeitung „The Nikkei“), dass der Wii-Hype wohl langsam abflaut und Nintendo bisher als einzige Firma vom Wii profitiert hat, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Softwareherstellern – und die verlieren wohl auch das Interesse an der Plattform. Auch sind die Verkäufe in Japan in den letzten zwei Monaten wohl ziemlich eingebrochen.

Meine Frage dazu: Warum erst jetzt? Warum hat so lange gedauert, bis viele gemerkt haben, dass es einfach so gut wie keine vernünftigen Spiele für das Teil gibt? Ein Metroid und ein Zack & Wiki pro Jahr reichen einfach nicht.

Spannend auch, dass sich die 3rd-Party Titel anscheinend nicht wirklich gut verkaufen. Okay, der Großteil davon taugt auch nicht so sonderlich viel. Und, na ja, Nintendo ist das ja mittlerweile bei ihren Heimkonsolen gewöhnt (N64 und Gamecube anyone?).

Mal sehen, wie sich die Situation in den nächsten Monaten weiterentwickelt, interessant bleibts wohl auf jeden Fall.